Österreich

„Die Baubranche ist keine reine Männerdomäne mehr.“

Im Interview verrät Angelina Marko, warum sie ihren Job so gerne macht. Und welche Erfahrungen sie als Frau in der Baubranche gesammelt hat.

Wie bist du PORRianerin geworden und wofür bist du zuständig?

Nach meinem Praktikum bei einer Tochterfirma der PORR habe ich gleich nach der Schule in der Planungsabteilung begonnen. Seitdem bin ich eine PORRianerin – mit Leib und Seele. Als Sicherheitsfachkraft habe ich die Aufgabe, sämtliche Baustellen und Betriebe in der Steiermark und in Kärnten hinsichtlich Arbeitnehmerschutz zu beraten, Baustellenprüfungen und Schulungen durchzuführen.

Was gefällt dir an deinem Job?

Ich hab die Möglichkeit, mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen und Charakteren zusammenzuarbeiten und ihnen zu helfen. Ich bin in einer beratenden Position, was für mich genau das Richtige ist. Und ich darf viele Baustellen besuchen, was mir unglaublich viel Spaß macht.

Wie würdest du die Karrieremöglichkeiten für Frauen in der Baubranche beschreiben?

Es ist sehr abwechslungsreich, man hat unzählige Möglichkeiten. Es ist ja nicht nur das Bauen, es gibt so viele Themen rundherum, die extrem interessant sind. Besonders hervorzuheben sind die Technologien, die sich momentan neu entwickeln. Wenn man das gerne im Team arbeitet, ist die Baubranche der beste Arbeitsplatz.

Du bist sehr oft auf Baustellen unterwegs. Welche Erfahrungen machst du als Frau?

Ich habe nun schon oft gehört, dass die Baustellen anders ablaufen, wenn Frauen im Team sind – egal ob sie in der Buchhaltung, der Bautechnik, der Bauleitung oder im Sekretariat sind. Es ist angenehmer, es ist ruhiger, die Gesprächskultur ist eine andere. Viele meiner ehemaligen Kollegen, die derzeit ohne Frauen auf den Baustellen arbeiten, wären froh, wenn wieder eine weibliche Kollegin im Team wäre. Zum Erfolg gehört einfach ein gut durchgemischtes Team. Ich glaube und hoffe, dass das in Zukunft immer öfter so sein wird. Die Baubranche ist keine reine Männerdomäne mehr.

„Man wird als Frau respektiert. Und die Arbeit ist spannend.“

Wie können wir noch mehr Frauen für die Branche begeistern?

Baustellen haben oft noch den Ruf, der Umgang wäre rüpelhaft und Frauen würden sich nicht durchsetzen können. So ist es aber nicht. Der Umgang mit Mitarbeiterinnen ist gut und respektvoll. Aber wir können dazu beitragen, dass sich das schneller herumspricht und besonders Frauen – zeigen, wie es wirklich ist. In vielen Bereichen der PORR wird Gleichberechtigung bereits gelebt.

Welchen Beitrag können Männer leisten, um Gleichberechtigung zu fördern?

Alle auf der Baustelle gleich behandeln und Frauen ohne Vorbehalt auf- und wahrnehmen – dieses Glück hatte ich mit meinem Team. Die Vorbildfunktion der Führungskraft ist ausschlaggebend: Respektiert eine männliche Führungskraft ein weibliches Teammitglied, gehen auch alle anderen respektvoll mit der Frau um.

Hast du einen Tipp für Frauen, die über eine Karriere in der Baubranche nachdenken?

Sämtliche Vorurteile vergessen, weil in der Realität ganz sicher alles anders ist.

Im Interview verrät Angelina Marko, warum sie ihren Job so gerne macht. Und welche Erfahrungen sie als Frau in der Baubranche gesammelt hat.

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